Archiv für die Kategorie 'Fantasy'

28 Dez
2011

Rezension: Andrea Schacht – Jägermond – Im Reich der Katzenkönigin

Abgelegt unter Buchbesprechungen, Fantasy

Die Königin der Katzen kommt in die Welt der Menschen, um sich von einer besonderen Freundin zu verabschieden, denn Gesa Alderson, der Mensch, der Majestät einst das Leben rettete, liegt im Sterben. Als sie in ihre Welt zurückkehren will, geschieht das Unfassbare: Jugendliche greifen sie an. Dabei verliert sie ihr wichtigstes Insignium: das Ankh. Nur damit kann sie ihr Land Trefélin betreten. Bis zum nächsten Vollmond muss sie in unserer Welt ausharren und auf Hilfe hoffen. Doch während der Abwesenheit der Königin nimmt eine furchtbare Intrige in Trefélin seinen Lauf. Finn dagegen wurde gegen seinen Willen ins Land Trefélin verschleppt, und in eine Katze verwandelt. Hier kämpft er fortan damit, sich als Katze zurecht zufinden und gemeinsam mit dem Menschenmädchen Feli, dem Kater Nefer sowie der Kätzin Che-Nupet macht er sich daran, das Komplott gegen die Königin aufzudecken …

„Jägermond – im Reich der Katzenkönigin“ ist meine bisher fünfte Katzengeschichte aus der Feder Andrea Schachts. Diesmal zeigt die Geschichte deutlich Fantasycharakter, denn die Autorin hat in diesem Roman eine ganz eigene Welt erschaffen, in dem Katzen mit eigenen Legenden und Sitten leben. Das Land Trefélin kommt sehr erfindungsreich daher, ebenso wie viele Gebräuche der Katzen – und diese sind nicht nur größer als die Katzen der Menschenwelt, sie sind auch viel älter. Weiser sind sie jedoch nur bedingt, denn immerhin hat Andrea Schacht auch die Katzen mit nahezu menschlichen Schwächen ausgestattet.

Wie man das in ihren Katzenromanen gewöhnt ist, versteht Andrea Schacht es fantastisch Katzen und Menschen zusammenzubringen, und sie ein gemeinsames Abenteuer erleben zu lassen. Dabei merkt man diesem Roman an, dass die Autorin sehr routiniert ans Erzählen geht, jedoch auch mit einer ganz besonderen Freude daran. Denn ihre Figuren, Menschen wie Katzen, sind nicht nur liebenswert, man ist ihnen nach kurzer Zeit bereits vollkommen verfallen. Das Geschehen und das Setting an sich tragen ihren, nicht geringen Anteil, dazu bei, dass man diese Geschichte nahezu verschlingt.

Obwohl ich auf den ersten Seiten einige kleine Annäherungsversuche an diese Geschichte brauchte – besonders zu Anfang wirkten die Dialoge etwas gestelzt – war ich schon bald gefangen. Denn wie man das von Andrea Schacht so kennt, weiß sie ein fesselndes Abenteuer mit viel Gefühl zu vermengen und daraus ein besonders Buch zu machen.

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

25 Dez
2011

Rezension: Stefan Seitz – Das Geheimnis der Schwarzen Hütte – Das Unkrautland 2

Als Primus eines Nachts der Erzählung um die Schwarze Hütte lauscht, die eine alte Frau ihren Enkeln erzählt, merkt er sofort auf. Plim, der er wenig später davon berichtet, gibt sich wissend: das Märchen über die Schwarze Hütte in den Westlichen Sümpfen, in der der fürchterliche Bergtroll haust, kennt schließlich jeder. Nicht so Primus. Doch dieser will das alte Gemäuer schnellstens erkunden. Besonders, nachdem die beiden von einem geheimnisvollen Buch aus Messing erfahren haben, das den Weg zu den Schwefelzinnen kennt und in der unheimlichen Hütte zu finden ist. Gesagt, getan und schon machen sich Plim und Primus auf den Weg gen Westen. Was jedoch als kurzer Ausflug beginnt, entpuppt sich schon bald als haarsträubendes Abenteuer. Denn nicht nur die Bewohner der Westlichen Sümpfe scheinen mit ihnen Schabernack treiben zu wollen. Der Bergtroll ist ihnen dicht auf den Fersen, denn auch er sucht nach dem Buch …

Stefan Seitz beweist mit diesem zweiten Band um sein sagenumwobenes Unkrautland, dass er eines bestens versteht: spannende Geschichten zu erzählen. Nachdem ich mich bereits im ersten Band in die von ihm erdachte Welt des Unkrautlands entführen ließ, und mich dort nach kurzem rundum wohl fühlte, habe ich mich auch in „Das Geheimnis der Schwarzen Hütte“ sofort mitreißen lassen. Denn anders als sein Vorgänger, kommt dieser Band ohne längere Einführung in das Unkrautland  aus und man steigt fast nahtlos an das Geschehen vom ersten Band ein – obwohl mittlerweile einige Monate vergangen sind.

Nicht nur, dass das Unkrautland fernab vom derzeitigen Fantasy-Mainstream mit ganz eigenen Stärken daherkommt, und besonders in Sachen detailreich gezeichnete Figuren punkten kann, man kann dieses Buch auch einfach kaum weglegen. Wenngleich ich mir am Ende ein wenig mehr Auflösung erhofft habe, was Primus’ Vergangenheit betrifft, so muss ich doch zugeben, dass mich diese Geschichte richtig gefangen genommen hat und ich schon jetzt mehr als gespannt auf den dritten Teil („Die Gipfel der Schwefelzinnen“) bin.

Stefan Seitz’ Romane begeistern vorallem durch eine ungewöhnliche und erfrischende Fantasywelt, in der alles mal etwas anders ist; und skurrile, witzige und einfach richtig tolle Charaktere, die man einfach gern haben muss.

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

08 Dez
2011

Rezension: Stefan Seitz – Auf den Spuren der Nebelfee – Das Unkrautland 1

Primus lebt mit dem staatlich geprüften Präzisionsweckvogel Bucklewhee sowie dem eher faulen Kürbis Snigg in einem windschiefen Turm nahe dem Finsterwald. Trotz eher eintöniger Tage ist er zufrieden; besonders sonntags, wenn Primus in der Bäckerei von Klettenheim himmlische Torte stibitzen kann. Als eines Tages eine merkwürdige Hexe seine Wege kreuzt, verändert sich Primus’ Leben schlagartig: in seiner Fledermausgestalt soll er im Kochtopf landen. Zum Glück entwickelt sich aus der eher abneigenden Haltung der beiden gegenüber, nach und nach so etwas wie Freundschaft. Immerhin machen Plim und Primus sich schon bald gemeinsam auf, das Rätsel der vom Himmel gefallenen Mondsichel zu lösen und ganz nebenbei vielleicht den ein oder anderen sehr mächtigen Splitter der Sichel zu finden. Dummerweise sind die beiden nicht die einzigen und stecken schon bald in ziemlich großen Schwierigkeiten …

Stefan Seitz hat mit dem ersten Band um das Unkrautland eine randvoll mit ungewöhnlichen Ideen angefüllte Geschichte geschrieben, in die man sofort eintauchen kann, und die wahrlich aus dem Mainstream heraussticht. Dies ist vorallem den etwas skurril daherkommenden Figuren zuzuschreiben, die diese Geschichte so herrlich liebenswert machen, aber auch einem angenehm flotten und fast märchenhaften Erzählstil, der einen nur so über die Seiten fliegen lässt.
Da wäre Primus, der schon seit vielen, vielen Jahren den windschiefen Turm bewohnt und der sich gern auch mal in eine Fledermaus verwandelt. Bucklewhee eine kleines Hühnergerippe, dass in einem Uhrenkasten haust, und Snigg, der wohlgenährte stets hungrige Kürbis, der Primus’ Komposthaufen bewohnt. Darüberhinaus ist auch die Figur von Plim, der chaotischen Hexe, sympathisch und – wie die übrigen Charaktere – sehr gut und detailreich gezeichnet.
Auch das Unkrautland selbst, ist dem Autor fantastisch gelungen. Mit seinen ungewöhnlichen Bewohnern, Bräuchen und Gegenden hat es mich sofort begeistern können. Es ist erfrischend zu lesen, dass ein Fantasybuch auch von etwas anderem als Gestaltwandlern, Vampiren und Co. bevölkert werden kann. Stefan Seitz hat großartige Ideen in dieses Buch eingebaut, und das Lesen hat wirklich Spaß gemacht.

Dennoch war gerade zu Beginn von Spannung nicht viel zu spüren. Der Autor wendet viel Zeit und Text darauf auf, seine Welt und ihre Charaktere vorzustellen. So hat man zwar recht bald einen guten Überblick über das Unkrautland und schließt die eher ungewöhnlichen Figuren schnell ins Herz, doch passiert auf den ersten hundert Seiten nicht sehr viel. Hier merkt man dem Band durchaus an, dass dieser erst der Auftakt zu einer ganzen Reihe ist.

Das Ende bleibt ein wenig offen, und ich bin mir sicher, dass diese Geschichte fast nahtlos im zweiten Band weitererzählt wird. Aber sei’s drum: diese Geschichte war einfach schön zu lesen, auch wenn ich ein bisschen Spannung vermisst habe.

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

25 Nov
2011

Rezension: Erin Hunter – Morgenröte – Warrior Cats – Die neue Prophezeiung 3

Als die fünf Freunde Brombeerkralle, Sturmpelz, Eichhornpfote, Bernsteinpelz und Krähenpfote nach ihrer langen Wanderung in den Wald der vier Clans zurückkehren, trauen sie ihren Augen nicht. Baumgeviert und Großfelsen – über viele Generationen hinweg Versammlungsort der Clans – gibt es nicht mehr. Wind-Clan und Donner-Clan mussten ihre geschützten Lager aufgeben, da die Zweibeiner im Wald immer näher rücken. Bäume fallen, Wiesen und Sicherheit verschwinden unter den gefährlichen Krallen der Zweibeinermonster. Beute ist so knapp geworden, dass die vier Clans am Rande des Verhungerns stehen. Doch noch klammern sich Fluss- und Schatten-Clan an alte Gewohnheiten, und Feuerstern weiß, dass nur alle Clans gemeinsam aufbrechen können, um eine neue Heimat zu finden. Als der Schatten-Clan in Gefahr durch die Zweibeiner gerät, eilen die übrigen Clans zu Hilfe. Unter der Führung von Brombeerkralle, Eichhornpfote, Bernsteinpelz, Krähenpfote und Sturmpelz machen sie sich schließlich gemeinsam auf, ein neues Zuhause zu finden – doch wohin wird sie ihr Weg führen?

Über die vielen Abenteuer hinweg, die man bis zu diesem Buch mit den Katzen der Clans bestanden hat, sind diese einem mittlerweile zu einer richtigen Familie geworden. Mit jedem neuen Buch ist man daher richtig froh, endlich wieder zu ihnen zurückkehren zu können, schließlich hat man sie schon richtig vermisst. Und genau wie die Katzen ist man selbst bestürzt über das unheilvolle Vorgehen im Wald. Nicht nur, dass die Zweibeiner die Katzen immer mehr ihrer Heimat berauben, sie fangen sie auch ein, wann immer ihnen eine in die Fänge gerät.

Es wundert also nicht, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann. Der Einfallsreichtum des Autorenteams scheint endlos zu sein, und das ist gut so. Mit jeder weiteren Geschichte um die Warrior Cats beweisen die Autoren aufs Neue, dass sie sich darauf verstehen, einfühlsame, fesselnde und nicht selten sehr zu Herzen gehende Geschichten zu erzählen. So sind diese Bücher nicht nur mit vielen Ereignissen und Abenteuern, mit Mut, Hoffnung und Freundschaft gespickt, sondern auch mit viel Liebe für Katzen – und das spürt man in jedem einzelnen Band immer wieder.

In „Morgenröte“ zeigt das Autorenteam Erin Hunter wieder einmal, dass sie großartige Katzengeschichten zu schreiben vermögen. Mit vielen Ideen und einer Menge turbulenten  „zwischenkatzlichen“ Beziehungen lassen sie ihre Leser dieses Mal an einer gefahrvollen Reise teilhaben und versetzen uns damit wahrhaftig in die Welt der Clans. Man taucht völlig ein und fühlt sich rundum wohl zwischen den inzwischen liebgewonnenen vierbeinigen Gefährten. Am Ende wünschte ich mir – wieder einmal – dass dieses Abenteuer noch nicht zu Ende sein möge, denn ich wollte mich noch nicht von dieser Geschichte trennen. Die Warrior Cats versprechen wieder und wieder ein großes Lesevergnügen – ich jedenfalls war vollkommen gefangen!

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

22 Nov
2011

Rezension: Gesa Schwartz – Das Erbe des Lichts

Abgelegt unter Buchbesprechungen, Fantasy

Grausame Morde erschüttern die Straßen von Paris. Blutleer und mit leeren Augenhöhlen lässt der Mörder seine Opfer zurück, und fast täglich macht er Jagd auf weitere Menschen. Grim ist beunruhigt, denn obwohl es sich um Menschenopfer handelt, scheint der Täter aus den Reihen der Anderwesen zu stammen. Doch bislang fehlt jeder Spur. Als die Kobolde ein geheimnisvolles Magieleuchten im Vampirviertel entdecken, machen Grim und Lyksian, der Prinz der Vampire, sich auf, um dieser Spur zu folgen – und diese führt sie geradewegs in eine unterirdische Halle des Grauens. Hunderte Menschengebeine, manche nicht mal einen Tag alt, türmen sich zu Altären und magischen Kreisen. Grim und Lyksian geraten mitten in eine rituelle Beschwörung und können kaum ihren Augen trauen. Schattenalben, denen uralte Legenden ein bestialische Grausamkeit zuschrieben, haben die Schneekönigin befreit – eine mächtige Fee mit finsteren Plänen: die Menschen zu vernichten …

Auch „Das Erbe des Lichts“ hat mich wieder von der ersten Zeile an mit sich fortgerissen. Dies liegt zum einen an dem fast poetischen Schreibstil der Autorin, der jedes Wort zu etwas besonderem macht. Selten liest man solche bildgewaltigen und audrucksstarken Geschichten, in denen jeder Satz beinahe auf steinernen Schwingen daherzukommen scheint, und doch wunderbar leicht und locker zu lesen ist. Gesa Schwartz hat eine ganz eigene, wunderschöne Erzählweise, sie tanzt geradezu über die Seiten und jongliert gekonnt und mit einer spürbaren Freude mit ihren Ideen.

Wenngleich ich über die Zeilen regelrecht geflogen bin, und mich das düstere und einfallsreiche Geschehen, dass die Autorin vor meinem inneren Auge heraufbeschwor, gepackt und unbarmherzig immer weiter vorantrieb, gab es auch einige Stellen, an denen sich die Längen immer weiter ausdehnten und mir zeitweilen sogar die Lust am Weiterlesen nahmen. Dies war vorallem gegen Mitte des Buches der Fall, nachdem Protagonisten wie Leser dem Grauen einen Namen geben und hartnäckig bekämpfen konnten. So kam es, dass Grim, Mia, Remis und Theryon ständig von den Schattenalben gejagt, aufgespürt und immer wieder kurz gegeneinander gekämpft haben um ihnen dann noch noch zu entwichen. Nach diesen x-fach vorkommenden Szenen fühlte ich mich hingehalten, und konnte den Gedanken nicht vertreiben, dass diese Abenteuer wohl mehr oder weniger Seitenfüller zu sein scheinen.

Doch glücklicherweise konnte Gesa Schwartz auf den letzten zwei-, dreihundert Seiten das Ruder wieder herum reißen, und erzählte anschließend, wie von ihr gewohnt, rasant, fesselnd und sehr sehr spannend. Durch das wendige und immer wieder aufbrausende Geschehen und dem Einfallsreichtum der Autorin, kam ich dann wiederum kaum mehr zum Luft holen und auch mit der ein oder anderen Träne hatte ich zu kämpfen.

Obwohl die Vergleiche, die die Autorin in ihre Sätze einbaut das Geschehen eigentlich immer wunderbar unterstreichen und bereichern, fiel mir in diesem Roman besonders der dutzendfach vorkommende Vergleich mit Tüchern auf; diese wehen, fallen, bauschen, sind feucht und hüllen schonmal etwas ein – kurzum: Gesa Schwartz wird in dieser Geschichte nicht müde ihre Tücher einzusetzen. Das ist etwas schade, denn schon bald seufzt man innerlich auf, wenn man von einem neuen Tuch liest …

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

17 Okt
2011

Rezension: Jeaniene Frost – Der sanfte Hauch der Finsternis – Night Huntress 4

Es sollte ein ruhiger, angenehmer Urlaub in Paris werden, fern von Kämpfen, Ängsten und Sorgen. Doch das Schicksal hält für die Halbvampirin Cat und den Untoten Bones mal wieder etwas anderes bereit, denn Cat plagen unheimliche Alpträume. Wenig später steht der Urheber ihrer Träume fest.  Vampir Gregor macht seine Besitzansprüche auf Cat geltend und versucht mit allen Mitteln sie in seine Gewalt zu bringen. Während der wütende Bones versucht, Cat vor Gregors Zugriffen zu schützen, steht diese vor der Frage – ist an Gregors Beschuldigungen vielleicht doch mehr dran als alle glauben? Um Bones aus einem scheinbar ausweglosen Kampf zu retten, geht Cat schließlich einen Pakt mit Gregor ein und stellt sich ihren verlorenen Erinnerungen. Doch nie hätte sie damit gerechnet, dass sie damit ihre Liebe zu Bones aufs Spiel setzen würde …

Was war ich wieder gebannt! Ich habe mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen – und es wäre wohl die Ganze geworden, wenn die Vernunft nicht irgendwann gesiegt hätte. Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann geschlagen und ich wünschte mir mal wieder, dass ein Buch viel mehr Seiten hätte …

„Der sanfte Hauch der Finsternis“, der 4. Roman um Cat und Bones, ist ein enorm spannendes, rasantes Buch, das man einfach so wegliest. Jeaniene Frost erzählt besonders intensiv von ihren Charakteren, der Liebe von Cat und Bones und den Höhen und Tiefen, die sie immer wieder durchmachen. Dabei ist die Autorin mit ihren Figuren nahezu gnadenlos. Erst himmelhochjauchzend, dann zu Tode betrübt, erleben die beiden in diesem Band ihre Gefühle füreinander, und später auch die Angst um den Verlust des anderen. Jeaniene Frost versteht es, diese unterschiedlichen Gefühle auf ihre ganz eigene Art und Weise zu beschreiben, so dass ihre Leser geradezu an dem Geschriebenen hängen und jedes weitere Wort gierig aufsaugen. Denn schließlich hat man Cat und Bones mittlerweile nicht nur ins Herz geschlossen, sie sind einem auch zu richtigen Freunden geworden, über die man am liebsten immer und immer mehr lesen möchte. Und wieder einmal empfand ich eine Geschichte viel zu kurz, und hätte mich am liebsten noch viele weitere Stunden von diesem großartigen Roman mitreisen lassen.

In diesem Band fällt auf, dass die Autorin das fantastische Geschehen immer weiter ausbaut. Sie erzählt eine detailreiche Geschichte, die so eindringlich daherkommt, dass es einfach unmöglich ist, dieses Buch zur Seite zu legen. Ich war so tief in diese Geschichte eingetaucht, hoffte, bangte und fühlte mich nahezu ohnmächtig als die Beziehung von Cat und Bones in die Brüche zu gehen drohte. Die Ereignisse erfolgen, wie schon in den Vorgängerbänden, Schlag auf Schlag, so dass man kaum zu Atem kommt und man diesem Roman richtig anmerkt, dass die Autorin ein besonders Talent zu erzählen hat.

Mit viel Spannung, Action und Liebe weiß Jeaniene Frost auch in „Der sanfte Hauch der Finsternis“ ihre Leser abermals in den Bann zu ziehen. Während einem die Charaktere, allen voran Cat und Bones, mit jeder Geschichte immer mehr ans Herz wachsen, fühlt man sich in der wendigen und fesselnden Welt der Untoten bestens aufgehoben. Die Autorin erzählt rasant und flott mit viel Witz und einem ganz eigentümlichen Charme von einem charismatischen Heldenpaar, dass sich immer wieder in einer düsteren Welt behaupten muss – eine Liebe also, die auf viele Hindernisse stößt und doch nicht echter sein könnte. Fantastisch!

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

12 Okt
2011

Rezension: Jeaniene Frost – Gefährtin der Dämmerung – Night Huntress 3

Mit dem dritten Band ihrer Night-Huntress-Reihe „Gefährtin der Dämmerung“ um Halbvampirin Cat und den Untoten Bones hat mich Jeaniene Frost wieder völlig in ihren Bann schlagen können. Jede nur erdenkliche freie Minute musste ich unbedingt weiterlesen …

Während ich vom 2. Band „Kuss der Nacht“ ein wenig enttäuscht war, denn die Charaktere waren mir hier oft einfach zu gefühlsduselig und die Geschichte stellenweise manchmal auch ein wenig kitschig, kann dieser dritte Band wieder mit vielen Stärken punkten. Jeaniene Frost schafft es hier, wie im ersten Band „Blutrote Küsse“ eine rasante und ungeheuer spannende Geschichte mit viel Action, Humor und Gefühlen zu erzählen, in der die Ereignisse Schlag auf Schlag erfolgen und man dieses Buch einfach nicht aus der Hand zu legen vermag. Vielmehr ist man mittlerweile wirklich fast süchtig nach den Abenteuern, die Cat, Bones und ihre Freunde immer wieder bestehen müssen, und natürlich sind einem viele Figuren wirklich ans Herz gewachsen.

Jeaniene Frost hat Bones in diesem Roman wieder richtig unberechenbar gestaltet – mal schmusig und erotisch, mal finster und grausam – und damit genau meinen Nerv getroffen. Auch Cat erschien mir in diesem dritten Roman noch sympathischer als im Vorgängerbuch; sie wirkte detaillierter gezeichnet und kam auch etwas erwachsener daher als in „Kuss der Nacht“. Cat und Bones sind einem also spätestens in diesem Buch zu richtigen Freunden geworden, denen man gern immer wieder beisteht. Doch auch viele andere Figuren können überzeugen; wenngleich manche Vampire etwas weichherziger daherkommen, als man dies von ihnen „gewohnt“ ist.

„Gefährtin der Dämmerung“ wartet neben gelungenen Figuren mit einer atmosphärisch dichten und vielschichtigen Fantasy-Geschichte auf, die viele Wendungen bereit hält und ihre Leser wirklich fantastisch zu unterhalten weiß. Abenteuer folgt auf Abenteuer, so dass man kaum die Chance erhält zwischendurch zu Atem zu kommen. Man ist so tief in dieses Buch versunken, dass man immer weiter und weiter lesen und ja nicht aufhören möchte. Jeaniene Frost versteht es temporeich und ohne eine einzige Länge zu erzählen und schafft es in ihre eher düstere Erzählung immer wieder ein bisschen Witz mit einzustreuen.

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

04 Okt
2011

Rezension: Jeaniene Frost – Kuss der Nacht

Über vier Jahre sind vergangen, seit Cat den Vampir, den sie liebte verlassen hat. Seitdem lebt sie nur noch für eines: die Vampirjagd im Auftrag einer speziellen Abteilung für Paranormales. Ihr altes Ich, hat Cat in ihrer Heimatstadt beerdigt. Doch jemand hat ihre neue Identität herausgefunden und schickt ihr eine makabere Botschaft, die sie unweigerlich nach Hause zurückführt. Bald darauf muss Cat feststellen, dass jemand versucht sie umzubringen. Als sie Bones schließlich wiedertrifft, flammen alte Gefühle neu auf und erleichtert erkennt sie, dass er um sie kämpfen will – um jeden Preis. Doch auch Bones’ Erschaffer Ian hat ein bizarres Interesse an Cat entwickelt und hat ganz eigene Pläne für sie …

„Kuss der Nacht“ beginnt genauso wie „Blutrote Küsse“ endete – unglaublich spannend. Während man gänzlich in die Welt von Cat und Bones eintaucht, mit ihnen mitfiebert und bangt, vergisst man fast gänzlich Zeit und Raum.

Die beiden Hauptcharaktere sind einem mitlerweile richtig ans Herz gewachsen, und man kann und will sich kaum von ihnen trennen. So ist es also nicht verwunderlich, dass man nicht nur über die Seiten fegt und gierig jedes Wort in sich aufsaugt; das Buch wegzulegen ist nahezu unmöglich.

Doch wenngleich mich der unheimliche Sog auch in diesem zweiten Band ergriffen hat, und ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, brachte diese Geschichte auch das ein oder andere Wehrmutströpfchen mit sich: Bones kam mir oft zu softig und weichgespült daher, was manchmal beinahe richtig kitschig wirkte. Die Ecken und Kanten, die er noch im ersten Band zur Schau stellte und die ihn manchmal noch ein bisschen gefährlich erscheinen ließen, fehlten – sehr zu meinem Leidwesen – gänzlich.

Die Ereignisse folgen dafür Schlag auf Schlag und man muss Jeaniene Frost wirklich zugestehen, dass sie es schafft, fesselnd und temporeich zu erzählen – Längen sucht man in diesem Buch vergeblich. Darüberhinaus ist es nicht nur ein Abenteuer, dass Cat, Bones und ihre Freunde bestehen müssen, vielmehr gönnt die Autorin ihren Figuren kaum eine Atempause und reiht unnachgiebig ein spannendes Ereignis an das andere.

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

01 Okt
2011

Rezension: Christine Warren – Küss mich, Werwolf

Nie hätte Sullivan Quinn geglaubt, dass ihn ein solch betörender Duft in den Wahnsinn treiben könnte. Und das ausgerechnet als er eigentlich einen klaren Gedanken behalten sollte. Schnell hat er die Quelle des berauschenden Geruchs ausgemacht: Fuchsfrau Cassidy Poe. Doch diese ist zunächst alles andere als begeistert über die beharrlichen Annäherungsversuche des Wolfes. Als ein Angehöriger der „Anderen“ von einer geheimnisvollen Sekte entführt wird, sind Quinn und Cassidy jedoch zur Zusammenarbeit gezwungen. Gemeinsam sollen sie mehr über diese Gemeinschaft und ihre Arbeitsweise herausfinden. Während die beiden schon bald ihre Finger kaum mehr voneinander lassen können, geraten sie ins Visier der Sekte …

„Küss mich, Werwolf“ kommt schon zu Anfang mit einer guten Portion Erotik daher, wenngleich es noch ein Weilchen dauert, bis Cassidy und Quinn wirklich zueinander finden. Doch gerade dieser fesselnde Auftakt, bei dem man fast das Atmen vergisst, hat es in sich. Christine Warren hat in diesen Roman eine gute Mischung aus Romance und Fantasy gepackt mit zwei Hauptfiguren, die einem sofort sympathisch sind. Trotzdem schaffen es diese beiden Figuren, ihre Leser das ein oder andere Mal etwas zu nerven. Quinn ging mir sogar mit seinem „…., liebste Cassie“ – dass er ständig verwendet – nach einiger Zeit ziemlich auf den Keks. Die Dialoge kommen oft leider sehr holprig und manchmal sogar etwas nichtsaussagend daher.

Die „Anderen“, das sind Vampire, Werwesen, Feen, Hexen, Dämonen – eben all die übersinnlichen Gestalten, von denen wir schonmal gehört haben. In diesem ersten Band ihrer Reihe um die „Anderen“ erfahren wir einiges über die Strukturen dieser ungewöhnlichen Gemeinschaft. Auch wenn der Fantasy-Part etwas oberflächlich und recht einfach gestrickt daherkommt, bietet er doch eine gute Rahmenhandlung für den Romance-Teil. Eine tiefschürfende Geschichte sollte man hier also nicht erwarten. Während die ersten Ereignisse noch gut strukturiert und etwas ausgefeilter ihre Leser zu unterhalten wissen, ist die Bedrohung am Schluss schnell besiegt; dazwischen finden sich kaum nennenswerte Höhepunkte.

„Küss mich, Werwolf“ ist ein Roman, der es schafft, seine Leser mit leichter Kost angenehm zu unterhalten. Man taucht in eine Welt der „Anderen“ ein, von der Christine Warren zwar spannend und flott zu erzählen vermag, die jedoch eher seicht und manchmal recht flüchtig daherkommt. Wenn man diese Schwäche verzeiht und sich auch nicht an stellenweise etwas überspitzten Liebesszenen stört, bietet diese Geschichte Lesestoff für angenehme Stunden. Ich werde der Autorin noch eine weitere Chance mit „Die Schöne und der Werwolf“ geben, denn Lust auf mehr macht dieser Roman auf jeden Fall.

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch lesen

Keine Kommentare

27 Sep
2011

Rezension: Jeaniene Frost – Blutrote Küsse

Cat ist Halbvampirin und sie hasst Vampire über alles. Sie hat nur ein Ziel: einen nach dem anderen zur Strecke zu bringen. Doch eines Tages begegnet sie einem Vampir, dem sie nicht gewachsen ist. Cat bleibt nur eine Wahl, sterben oder einen Pakt mit dem Teufel eingehen. Denn Bones hat schnell begriffen, dass Cat ihm bei seinem Vorhaben einen entscheidenden Vorteil bringt – die Vampire sind heiß auf sie. Und so decken die beiden nach und nach einen geheimen Mädchenhandel auf, den der gerissene wie grausame Vampir Hennessey in Ohio betreibt. Cat muss sich bald eingestehen, dass nicht alle Vampire böse sind und sie sich zu Bones immer mehr hingezogen fühlt. Doch als aus dem Lockvogel eine Gejagte wird, rüsten Bones und Cat zum großen Kampf, denn auch Cats Familie ist in Gefahr …

„Blutrote Küsse“ nimmt zuerst etwas langsam Fahrt auf. Cat ist einem jedoch schon nach wenigen Seiten sympathisch, wenngleich sie zu Anfang noch ziemlich naiv daherkommt und es schon das ein oder andere Mal vorkommt, dass man mit ihr hadert. Genau wie sie, ist man als Leser dem geheimnisvollen Vampir, der Cat einen ungewöhnlichen Handel vorschlägt, zuerst skeptisch gegenüber. Doch schon bald stellt sich heraus, dass Bones ein gelungener Charakter ist, mal hart und stählern, dann weich und offenherzig – eine schöne Mischung. Somit hat Bones das Herz seiner Leser schnell auf seiner Seite, so auch meines. Dank Bones’ hartem Training, dass Cat voll und ganz an ihre körperlichen Grenzen bringt, macht sie eine richtige Wandlung durch, das Naive verschwindet und wird durch Selbstsicherheit und ein wenig Härte ersetzt. Sie macht nun den Eindruck einer richtigen Vampirjägerin und scheint an Bones’ Seite erwachsen zu werden. Für mich als Leser war das eine schöne Wandlung, die man richtig mitbekommt, und die mir gut gefallen hat. Jeaniene Frosts Charaktere entwickeln sich also während der Ereignisse weiter, was sie richtig glaubhaft werden lässt.

Leider dauert es ziemlich lange, bis Jeaniene Frost ihre Leser in den Genuss des Romanceteils kommen lässt. Hin und wieder deutet sie zwar schon an, doch bis die beiden sich endlich „kriegen“ vergehen viele, viele Seiten. Doch ich muss zugeben, das Warten lohnt sich; wenngleich die Autorin nur ein-, zweimal wirklich ins Detail geht; die späteren erotischen Stellen sind für meinen Geschmack etwas kurz geraten.

Der phantastische Teil ist Jeaniene Frost ausnehmend gut geraten. Sie erschafft eine geheime Organisation aus Vampiren und Menschen, die einen grausamen Mädchenhandel betreiben, und deren Drahtzieher auch bei den Menschen nahezu überall zu finden sind. Die Autorin zeichnet hier ein eher düsteres Bild, was wirklich gut zu den Ereignissen passt und streut immer wieder eine Prise Humor mit ein, die das Geschehen auflockert und Cat und Bones dem Leser immer weiter ans Herz wachsen lässt.

Romance meets Fantasy – und das mit einer temporeichen, fesselnden Geschichte, der man sich kaum entziehen kann und einer zu Herzen gehenden Liebesgeschichte, die alle Hürden zu überwinden weiß …

» Klapptext und gesamte Rezension zum Buch ansehen

Keine Kommentare

« Aktuellere Einträge - Ältere Einträge »