05
Feb
2012
Rezension: Julie Kagawa – Plötzlich Fee – Winternacht
Meghan Chase, halb Mensch, halb Fee und Tochter des berüchtigten Feenkönigs Oberon sitzt am Winterhof fest. Nachdem der Winterprinz seinen Anteil an ihrem Vertrag eingehalten und ihr bei der Suche nach ihrem Bruder Ethan geholfen hat, ist es nun an Meghan, ihren Beitrag zu leisten. Nun ist sie also in dem klirrend kalten Palast der finsteren Königin Mab gefangen und friert sich noch zu Tode. Bis zur Tagundnachtgleiche, als das Sommerreich das Jahreszeitenzepter dem Winterhof traditionell übergibt. Doch eine dritte Partei hat es auf das wertvolle Zepter abgesehen, dass die Fähigkeiten seine Trägers überaus verstärken soll: die Eisernen Feen. Welcher Zeitpunkt wäre günstiger das Zepter an sich zu bringen als in der Nacht des ausgelassenen Feierns? Meghan muss hilflos zusehen, wie das Artefakt geraubt und der Kronprinz getötet wird. Königin Mab ist außer sich, bezichtigt das Sommereich mit einer rasenden Wut das Zepter gestohlen und ihren Sohn ermordert zu haben. Und Meghan ist ihr schutzlos ausgeliefert …
Um zu überleben und einen furchtbaren Krieg zu verhindern, müssen Ash und Meghan fliehen und das Zepter finden …
„Plötzlich Fee -Winternacht“ begann zu meiner Enttäuschung recht träge. Auf den ersten Seiten erinnerte mich dieses Buch eher an eine Teenagerromanze als an einen Fantasyroman. Während Meghan furchtbar theatralisch Prinz Ash hinterher trauert, der sich anscheinend von ihr abgewandt hat, und sich in Selbstmitleid ergeht, wurde ich immer deprimierter. Denn für den Leser ist von vornherein klar, dass Prinz Ash seine Gefühle verleugnen muss (auch ohne den Klapptext gelesen zu haben). Schon bald fand ich es anstrengend und zäh in der Geschichte zu lesen, deren Anfang sehr schleppend und mühselig ist. Zum Glück jedoch habe ich durchgehalten, denn sobald das Jahreszeitenzepter geraubt wurde, kommt Schwung in die Geschichte und endlich, endlich passiert mal etwas – dann auch gleich Schlag auf Schlag.
Auch in diesem zweiten Band war Meghan Chase mir – bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten – wieder richtig sympathisch, auch wenn sie für meinen Geschmack hin und wieder etwas zu melodramatisch auftrat. Prinz Ash, der mir so überaus gut im ersten Band gefiel, bleibt hier leider ein wenig blass; das ändert sich erst im zweiten Teil dieses Romans, in dem das Geschehen dann auch allgemein richtig Fahrt aufnimmt und man den Ereignissen nahezu hinterjagt.
Während wir beim letzten Abenteuer an Meghans Seite viel Zeit im sagenumwobenen Nimmernie verbachten, zieht es uns an der Seite liebgewordener Figuren diesmal verstärkt in unsere sterbliche Welt. Grimalkin, Puck, Eisenpferd, Virus sind alle mit von der Partie und lassen das Lesen ab der Hälfte des Buches zu einem richtigen Genuss werden. Julie Kagawa beweist auch in diesem Roman wieder, dass sie viele tolle Ideen hat, und diese anschaulich und mit viel Fantasie zu erzählen vermag.
Die fünfzehnjährige Caitlyn wird von seltsamen Träumen heimgesucht. Manchmal träumt sie von einer längst vergangenen Zeit und manchmal von schreienden Geistern, die ihr Angst einflößen. Von ihren Eltern fühlt sie sich unverstanden, aber wie könnten sie auch auf Caitlyn eingehen, wenn sie selbst nicht weiß, was mit ihr los ist? Als sich ihr die Möglichkeit eines Stipendiums an einer französischen Schule bietet, ist Caitlyn sofort Feuer und Flamme, zumal die neue Schule in einer alten Burganlage liegt. Kurzentschlossen reist Caitlyn in die Dordogne, um fortan im Chateau de la Fortune zu leben und lernen; denn irgendwie weiß sie, dass dieser Schritt der Richtige für sie ist. Schon auf der Hinfahrt hat Caitlyn einen eigenartigen Traum. Doch spätestens als sie das zweite Mal von Raphael träumt, ist es um sie geschehen. Auch Raphael scheint sich mehr und mehr in sie zu verlieben, zuerst jedoch müssen sie den geheimen Schatz der Templer finden, der nach einer Legende in der Burg versteckt liegt. Sie haben nicht viel Zeit – Mörder haben es auf Raphael abgesehen. Schon bald ist sich Caitlyn nicht mehr sicher was real und was Traum ist, ist es vielleicht sogar Caitlyn, die tot ist und als Geist umgeht?
Als Kira eines Abends Schreie aus einem verfallenen Lagerhaus hört, zögert sie nicht dem in Not Geratenen zu helfen; nicht ahnend, dass Mencheres seinem unsterblichen Leben ein Ende setzen wollte. Als die Ghule von Mencheres ablassen und sich stattdessen auf die junge Frau stürzen, hätte es ihm egal sein müssen. Dumme Sterbliche! Doch seltsamerweise konnte er sie nicht ihrem grausigen Schicksal überlassen. Und nicht nur das! Mencheres kann weder Kiras Gedanken lesen, noch sie mit seinen Kräften beeinflussen; vielmehr scheint sie nach und nach IHN zu verändern. Mitten hinein gerät die junge Sterbliche in den jahrtausendealten Kampf zwischen ihm und seinem Erzfeind Radjedef, und dieser fordert schon bald Kiras Tod. Mencheres bleibt nichts weiter übrig als Kira zu einer der Seinen zu machen, sich wohlbewusst, dass sie ihn hassen wird. Doch nachdem Kiras erster Blutrausch verebbt ist, kann sie Mencheres einfach nicht verachten, denn plötzlich ist sie sich sicher: sie liebt ihn …
Charlaine Harris und Toni L.P. Kelner legen mit
Als Denise MacGregors Verwandte auf mysteriöse Weise sterben und sie wenig später Zeugin des Mordes an ihrem Cousin Paul wird, begreift Denise, dass sie sich nicht vor der Welt der Untoten verstecken kann; jener grausamen Welt, mit der sie nichts mehr zu tun haben wollte. Als ein Dämon sie jedoch mit seinen Malen zeichnet und ihr den Auftrag gibt, einen entfernten Verwandten von ihr ausfindig zu machen, bleibt ihr keine Wahl: Um sich und ihre Familie zu retten, muss sie tun, was der Dämon verlangt. Denn dieser wurde einst von einem Menschen betrogen und sinnt nun auf Rache. Als sie Spade wenig später um Hilfe bittet, ist er alles andere als begeistert. Mit Menschen hat er nichts am Hut, doch schon bald merkt er, dass die junge Frau in ernsten Schwierigkeiten steckt und sie ihm mehr bedeutet, als er sich zunächst eingestehen will. Auch Denise muss einsehen, dass sie der Welt, der sie einst den Rücken kehrte, nicht entkommen kann, denn sie ist nicht mehr dieselbe …
Die Königin der Katzen kommt in die Welt der Menschen, um sich von einer besonderen Freundin zu verabschieden, denn Gesa Alderson, der Mensch, der Majestät einst das Leben rettete, liegt im Sterben. Als sie in ihre Welt zurückkehren will, geschieht das Unfassbare: Jugendliche greifen sie an. Dabei verliert sie ihr wichtigstes Insignium: das Ankh. Nur damit kann sie ihr Land Trefélin betreten. Bis zum nächsten Vollmond muss sie in unserer Welt ausharren und auf Hilfe hoffen. Doch während der Abwesenheit der Königin nimmt eine furchtbare Intrige in Trefélin seinen Lauf. Finn dagegen wurde gegen seinen Willen ins Land Trefélin verschleppt, und in eine Katze verwandelt. Hier kämpft er fortan damit, sich als Katze zurecht zufinden und gemeinsam mit dem Menschenmädchen Feli, dem Kater Nefer sowie der Kätzin Che-Nupet macht er sich daran, das Komplott gegen die Königin aufzudecken …
Als Primus eines Nachts der Erzählung um die Schwarze Hütte lauscht, die eine alte Frau ihren Enkeln erzählt, merkt er sofort auf. Plim, der er wenig später davon berichtet, gibt sich wissend: das Märchen über die Schwarze Hütte in den Westlichen Sümpfen, in der der fürchterliche Bergtroll haust, kennt schließlich jeder. Nicht so Primus. Doch dieser will das alte Gemäuer schnellstens erkunden. Besonders, nachdem die beiden von einem geheimnisvollen Buch aus Messing erfahren haben, das den Weg zu den Schwefelzinnen kennt und in der unheimlichen Hütte zu finden ist. Gesagt, getan und schon machen sich Plim und Primus auf den Weg gen Westen. Was jedoch als kurzer Ausflug beginnt, entpuppt sich schon bald als haarsträubendes Abenteuer. Denn nicht nur die Bewohner der Westlichen Sümpfe scheinen mit ihnen Schabernack treiben zu wollen. Der Bergtroll ist ihnen dicht auf den Fersen, denn auch er sucht nach dem Buch …
Primus lebt mit dem staatlich geprüften Präzisionsweckvogel Bucklewhee sowie dem eher faulen Kürbis Snigg in einem windschiefen Turm nahe dem Finsterwald. Trotz eher eintöniger Tage ist er zufrieden; besonders sonntags, wenn Primus in der Bäckerei von Klettenheim himmlische Torte stibitzen kann. Als eines Tages eine merkwürdige Hexe seine Wege kreuzt, verändert sich Primus’ Leben schlagartig: in seiner Fledermausgestalt soll er im Kochtopf landen. Zum Glück entwickelt sich aus der eher abneigenden Haltung der beiden gegenüber, nach und nach so etwas wie Freundschaft. Immerhin machen Plim und Primus sich schon bald gemeinsam auf, das Rätsel der vom Himmel gefallenen Mondsichel zu lösen und ganz nebenbei vielleicht den ein oder anderen sehr mächtigen Splitter der Sichel zu finden. Dummerweise sind die beiden nicht die einzigen und stecken schon bald in ziemlich großen Schwierigkeiten …
Als die fünf Freunde Brombeerkralle, Sturmpelz, Eichhornpfote, Bernsteinpelz und Krähenpfote nach ihrer langen Wanderung in den Wald der vier Clans zurückkehren, trauen sie ihren Augen nicht. Baumgeviert und Großfelsen – über viele Generationen hinweg Versammlungsort der Clans – gibt es nicht mehr. Wind-Clan und Donner-Clan mussten ihre geschützten Lager aufgeben, da die Zweibeiner im Wald immer näher rücken. Bäume fallen, Wiesen und Sicherheit verschwinden unter den gefährlichen Krallen der Zweibeinermonster. Beute ist so knapp geworden, dass die vier Clans am Rande des Verhungerns stehen. Doch noch klammern sich Fluss- und Schatten-Clan an alte Gewohnheiten, und Feuerstern weiß, dass nur alle Clans gemeinsam aufbrechen können, um eine neue Heimat zu finden. Als der Schatten-Clan in Gefahr durch die Zweibeiner gerät, eilen die übrigen Clans zu Hilfe. Unter der Führung von Brombeerkralle, Eichhornpfote, Bernsteinpelz, Krähenpfote und Sturmpelz machen sie sich schließlich gemeinsam auf, ein neues Zuhause zu finden – doch wohin wird sie ihr Weg führen?
Grausame Morde erschüttern die Straßen von Paris. Blutleer und mit leeren Augenhöhlen lässt der Mörder seine Opfer zurück, und fast täglich macht er Jagd auf weitere Menschen. Grim ist beunruhigt, denn obwohl es sich um Menschenopfer handelt, scheint der Täter aus den Reihen der Anderwesen zu stammen. Doch bislang fehlt jeder Spur. Als die Kobolde ein geheimnisvolles Magieleuchten im Vampirviertel entdecken, machen Grim und Lyksian, der Prinz der Vampire, sich auf, um dieser Spur zu folgen – und diese führt sie geradewegs in eine unterirdische Halle des Grauens. Hunderte Menschengebeine, manche nicht mal einen Tag alt, türmen sich zu Altären und magischen Kreisen. Grim und Lyksian geraten mitten in eine rituelle Beschwörung und können kaum ihren Augen trauen. Schattenalben, denen uralte Legenden ein bestialische Grausamkeit zuschrieben, haben die Schneekönigin befreit – eine mächtige Fee mit finsteren Plänen: die Menschen zu vernichten …




