Archiv für die Kategorie 'Kinder- und Jugend'

11 Jan
2012

Rezension: Lisa Cach – Eternally – Selbst die Ewigkeit kann uns nicht trennen

Die fünfzehnjährige Caitlyn wird von seltsamen Träumen heimgesucht. Manchmal träumt sie von einer längst vergangenen Zeit und manchmal von schreienden Geistern, die ihr Angst einflößen. Von ihren Eltern fühlt sie sich unverstanden, aber wie könnten sie auch auf Caitlyn eingehen, wenn sie selbst nicht weiß, was mit ihr los ist? Als sich ihr die Möglichkeit eines Stipendiums an einer französischen Schule bietet, ist Caitlyn sofort Feuer und Flamme, zumal die neue Schule in einer alten Burganlage liegt. Kurzentschlossen reist Caitlyn in die Dordogne, um fortan im Chateau de la Fortune zu leben und lernen; denn irgendwie weiß sie, dass dieser Schritt der Richtige für sie ist. Schon auf der Hinfahrt hat Caitlyn einen eigenartigen Traum. Doch spätestens als sie das zweite Mal von Raphael träumt, ist es um sie geschehen. Auch Raphael scheint sich mehr und mehr in sie zu verlieben, zuerst jedoch müssen sie den geheimen Schatz der Templer finden, der nach einer Legende in der Burg versteckt liegt. Sie haben nicht viel Zeit – Mörder haben es auf Raphael abgesehen. Schon bald ist sich Caitlyn nicht mehr sicher was real und was Traum ist, ist es vielleicht sogar Caitlyn, die tot ist und als Geist umgeht?

Was für ein seltsames Buch! Besonders zu Anfang musste ich mich alle paar Seiten wirklich zwingen weiterzulesen, denn die erste Hälfte des Buches passiert so gut wie gar nichts. Wir lesen von Caitlyns Umzug, wie sie mit ihren neuen Mitschülerinnen im Internat zurechtkommt, ab und an auch von einem ihrer lebhaften Träume. Caitlyn selbst blieb für mich als Leser jedoch sehr blass und wenig greifbar; warm wurde ich zuerst nicht mit ihr.

Hinzu kommt der wirklich sehr nüchtern und manchmal sogar etwas plump daherkommende Schreibstil. … Ganz allein der Autorin möchte ich diesen manchmal eher in Berichterstattung verfallenden Stil nicht zuschreiben, denn auch bei der Übersetzung hätte besser gearbeitet und das ein oder andere Synonym gefunden werden können, denn oft vorkommende Wortwiederholungen stören irgendwann den Lesefluss.

Als nach etwa der Hälfte dieses Romans das Geschehen dann endlich etwas Fahrt aufnahm, war ich froh, nicht aufgegeben zu haben. Doch schon bald erklärt die Autorin einige Phänomene derart haarsträubend und in etwas zu konfusem, flottem Tempo, dass ich das dann erstmal verdauen musste. Schließlich muss man Lisa Cach zugestehen, dass sie es immerhin noch geschafft hat, ein relativ stimmiges Ende für dieses Buch zu finden, dass einen guten Abschluss bildet.

„Eternally“ ist für mich kein Buch, dass man gelesen haben muss. Vielmehr hatte ich während des Lesens wirklich sehr oft den Drang das Buch wegzulegen. Doch da ich Bücher wirklich nur sehr ungern abbreche, habe ich mich durchgebissen, denn immerhin passiert bis zur ersten Hälfte dieses Buches nichts interessantes. Als dann die Ereignisse langsam in Gang kommen, bleibt das Tempo jedoch gemächlich. Da war für mich keine Spannung, kein Sog zu spüren, das Geschehen plätschert eher so vor sich hin. Immerhin ist man zu diesem Zeitpunkt – schließlich hat man schon so lang durchgehalten – gewillt, herauszufinden, was es mit Caitlyns Träumen in die Vergangenheit auf sich hat, und wie ihre Liebe zu Raphael schließlich doch noch real werden kann.

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25 Dez
2011

Rezension: Stefan Seitz – Das Geheimnis der Schwarzen Hütte – Das Unkrautland 2

Als Primus eines Nachts der Erzählung um die Schwarze Hütte lauscht, die eine alte Frau ihren Enkeln erzählt, merkt er sofort auf. Plim, der er wenig später davon berichtet, gibt sich wissend: das Märchen über die Schwarze Hütte in den Westlichen Sümpfen, in der der fürchterliche Bergtroll haust, kennt schließlich jeder. Nicht so Primus. Doch dieser will das alte Gemäuer schnellstens erkunden. Besonders, nachdem die beiden von einem geheimnisvollen Buch aus Messing erfahren haben, das den Weg zu den Schwefelzinnen kennt und in der unheimlichen Hütte zu finden ist. Gesagt, getan und schon machen sich Plim und Primus auf den Weg gen Westen. Was jedoch als kurzer Ausflug beginnt, entpuppt sich schon bald als haarsträubendes Abenteuer. Denn nicht nur die Bewohner der Westlichen Sümpfe scheinen mit ihnen Schabernack treiben zu wollen. Der Bergtroll ist ihnen dicht auf den Fersen, denn auch er sucht nach dem Buch …

Stefan Seitz beweist mit diesem zweiten Band um sein sagenumwobenes Unkrautland, dass er eines bestens versteht: spannende Geschichten zu erzählen. Nachdem ich mich bereits im ersten Band in die von ihm erdachte Welt des Unkrautlands entführen ließ, und mich dort nach kurzem rundum wohl fühlte, habe ich mich auch in „Das Geheimnis der Schwarzen Hütte“ sofort mitreißen lassen. Denn anders als sein Vorgänger, kommt dieser Band ohne längere Einführung in das Unkrautland  aus und man steigt fast nahtlos an das Geschehen vom ersten Band ein – obwohl mittlerweile einige Monate vergangen sind.

Nicht nur, dass das Unkrautland fernab vom derzeitigen Fantasy-Mainstream mit ganz eigenen Stärken daherkommt, und besonders in Sachen detailreich gezeichnete Figuren punkten kann, man kann dieses Buch auch einfach kaum weglegen. Wenngleich ich mir am Ende ein wenig mehr Auflösung erhofft habe, was Primus’ Vergangenheit betrifft, so muss ich doch zugeben, dass mich diese Geschichte richtig gefangen genommen hat und ich schon jetzt mehr als gespannt auf den dritten Teil („Die Gipfel der Schwefelzinnen“) bin.

Stefan Seitz’ Romane begeistern vorallem durch eine ungewöhnliche und erfrischende Fantasywelt, in der alles mal etwas anders ist; und skurrile, witzige und einfach richtig tolle Charaktere, die man einfach gern haben muss.

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08 Dez
2011

Rezension: Stefan Seitz – Auf den Spuren der Nebelfee – Das Unkrautland 1

Primus lebt mit dem staatlich geprüften Präzisionsweckvogel Bucklewhee sowie dem eher faulen Kürbis Snigg in einem windschiefen Turm nahe dem Finsterwald. Trotz eher eintöniger Tage ist er zufrieden; besonders sonntags, wenn Primus in der Bäckerei von Klettenheim himmlische Torte stibitzen kann. Als eines Tages eine merkwürdige Hexe seine Wege kreuzt, verändert sich Primus’ Leben schlagartig: in seiner Fledermausgestalt soll er im Kochtopf landen. Zum Glück entwickelt sich aus der eher abneigenden Haltung der beiden gegenüber, nach und nach so etwas wie Freundschaft. Immerhin machen Plim und Primus sich schon bald gemeinsam auf, das Rätsel der vom Himmel gefallenen Mondsichel zu lösen und ganz nebenbei vielleicht den ein oder anderen sehr mächtigen Splitter der Sichel zu finden. Dummerweise sind die beiden nicht die einzigen und stecken schon bald in ziemlich großen Schwierigkeiten …

Stefan Seitz hat mit dem ersten Band um das Unkrautland eine randvoll mit ungewöhnlichen Ideen angefüllte Geschichte geschrieben, in die man sofort eintauchen kann, und die wahrlich aus dem Mainstream heraussticht. Dies ist vorallem den etwas skurril daherkommenden Figuren zuzuschreiben, die diese Geschichte so herrlich liebenswert machen, aber auch einem angenehm flotten und fast märchenhaften Erzählstil, der einen nur so über die Seiten fliegen lässt.
Da wäre Primus, der schon seit vielen, vielen Jahren den windschiefen Turm bewohnt und der sich gern auch mal in eine Fledermaus verwandelt. Bucklewhee eine kleines Hühnergerippe, dass in einem Uhrenkasten haust, und Snigg, der wohlgenährte stets hungrige Kürbis, der Primus’ Komposthaufen bewohnt. Darüberhinaus ist auch die Figur von Plim, der chaotischen Hexe, sympathisch und – wie die übrigen Charaktere – sehr gut und detailreich gezeichnet.
Auch das Unkrautland selbst, ist dem Autor fantastisch gelungen. Mit seinen ungewöhnlichen Bewohnern, Bräuchen und Gegenden hat es mich sofort begeistern können. Es ist erfrischend zu lesen, dass ein Fantasybuch auch von etwas anderem als Gestaltwandlern, Vampiren und Co. bevölkert werden kann. Stefan Seitz hat großartige Ideen in dieses Buch eingebaut, und das Lesen hat wirklich Spaß gemacht.

Dennoch war gerade zu Beginn von Spannung nicht viel zu spüren. Der Autor wendet viel Zeit und Text darauf auf, seine Welt und ihre Charaktere vorzustellen. So hat man zwar recht bald einen guten Überblick über das Unkrautland und schließt die eher ungewöhnlichen Figuren schnell ins Herz, doch passiert auf den ersten hundert Seiten nicht sehr viel. Hier merkt man dem Band durchaus an, dass dieser erst der Auftakt zu einer ganzen Reihe ist.

Das Ende bleibt ein wenig offen, und ich bin mir sicher, dass diese Geschichte fast nahtlos im zweiten Band weitererzählt wird. Aber sei’s drum: diese Geschichte war einfach schön zu lesen, auch wenn ich ein bisschen Spannung vermisst habe.

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04 Dez
2011

Rezension: Jo Treggiari – Ashes, Ashes

Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Eine grauenhafte Epidemie hat fast die gesamte Weltbevölkerung vernichtet. Es gibt nur wenige Überlebende, die sich in der veränderten Welt zurechtfinden müssen. Riesige Flutwellen überschwemmten ganze Städte und Länder, so auch Lucys Heimat New York, dass von Erdbeben fast völlig zerstört wurde. Seit dreizehn Monaten kämpft Lucy allein in der Wildnis ums Überleben, ständig darauf bedacht unsichtbar zu bleiben. Doch als ein geheimnisvoller Junge sie überraschend vor einer rasenden Hundemeute rettet, verändert sich alles. Plötzlich fühlt sie sich allein und einsam, und als ein herannahender Tsunami Lucys Zuhause restlos wegschwemmt und sie gerade so mit dem Leben davon kommt, beschließt sie sich Aidans Gemeinschaft anzuschließen. Doch Aidans Gruppe ist alles andere als sicher. Die gefürchteten Sweeper entführen immer mehr Menschen aus dem Camp – bis Lucy, Aidan und Del beschließen, ihre Leute zurückzuholen …

Die Autorin hat es geschafft, dass ich ihre Figuren sofort mochte und sie über das kommende Abenteuer nicht so schnell verlassen wollte. Dabei hat jeder Protagonist nur allzu menschliche Schwächen, was sie mir jedoch nur noch sympathischer machte. Dank dem flotten und flüssigen Schreibstil bin ich geradewegs von einer Seite zur nächsten gehuscht und habe mich manchmal gewundert, wie schnell die Seitenzahlen dahinflogen. Und das, obwohl das Geschehen zuerst von keinen nennenswerten Höhepunkten erzählt. Vielmehr ist man an der Seite der vielen liebenswerten Menschen, und erlebt Tag um Tag ihrer mühevollen Versuche eine Art Gemeinschaft aufzubauen und zu erhalten, in der man Freunde finden und sich sicher fühlen kann. Auch ohne atemlose Spannung ist man dabei in Jo Treggiaris Geschichte völlig eingetaucht.

„Ashes, Ashes“ bietet neben dem Endzeitszenario, dass von der Autorin relativ sicher und stimmig geschildert wird, auch eine leise Liebesgeschichte, die sich ganz vorsichtig entwickelt und einen an die eigene erste Liebe erinnert. Spätestens hier merkt man dem Roman deutlich seinen Jugendbuchcharakter an. Doch auch wenn diese Liebe weder wild noch romantisch gezeichnet ist, passt sie perfekt zu den beiden Charakteren und fügt sich bestens in das restliche Geschehen ein.

Die Befreiung der entführten Kinder aus dem einzigen noch funktionstüchtigen Krankenhaus New Yorks wird leider relativ unspektakulär erzählt. Sicher, die Jugendlichen marschieren nicht einfach rein und raus und fertig, sondern müssen sich dabei Allerlei entgegenstellen, dennoch habe ich mir hier etwas mehr spannendes Geschehen erhofft. Auch Lucys Anteil – warum gerade sie so wichtig für die Epidemieforschung ist – wird mir etwas zu schnell und einfach erzählt und hätte ruhig noch mehr ausgebaut werden können. Dies stellt für mich das einzige Manko dieses ansonsten überzeugenden Endzeitromans dar; und bleibt trotzdem für mich eine lesenswerte Geschichte, die schon allein durch ihre schöne äußerliche Gestaltung ein netter Blickfang im Bücherregal ist.

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25 Nov
2011

Rezension: Erin Hunter – Morgenröte – Warrior Cats – Die neue Prophezeiung 3

Als die fünf Freunde Brombeerkralle, Sturmpelz, Eichhornpfote, Bernsteinpelz und Krähenpfote nach ihrer langen Wanderung in den Wald der vier Clans zurückkehren, trauen sie ihren Augen nicht. Baumgeviert und Großfelsen – über viele Generationen hinweg Versammlungsort der Clans – gibt es nicht mehr. Wind-Clan und Donner-Clan mussten ihre geschützten Lager aufgeben, da die Zweibeiner im Wald immer näher rücken. Bäume fallen, Wiesen und Sicherheit verschwinden unter den gefährlichen Krallen der Zweibeinermonster. Beute ist so knapp geworden, dass die vier Clans am Rande des Verhungerns stehen. Doch noch klammern sich Fluss- und Schatten-Clan an alte Gewohnheiten, und Feuerstern weiß, dass nur alle Clans gemeinsam aufbrechen können, um eine neue Heimat zu finden. Als der Schatten-Clan in Gefahr durch die Zweibeiner gerät, eilen die übrigen Clans zu Hilfe. Unter der Führung von Brombeerkralle, Eichhornpfote, Bernsteinpelz, Krähenpfote und Sturmpelz machen sie sich schließlich gemeinsam auf, ein neues Zuhause zu finden – doch wohin wird sie ihr Weg führen?

Über die vielen Abenteuer hinweg, die man bis zu diesem Buch mit den Katzen der Clans bestanden hat, sind diese einem mittlerweile zu einer richtigen Familie geworden. Mit jedem neuen Buch ist man daher richtig froh, endlich wieder zu ihnen zurückkehren zu können, schließlich hat man sie schon richtig vermisst. Und genau wie die Katzen ist man selbst bestürzt über das unheilvolle Vorgehen im Wald. Nicht nur, dass die Zweibeiner die Katzen immer mehr ihrer Heimat berauben, sie fangen sie auch ein, wann immer ihnen eine in die Fänge gerät.

Es wundert also nicht, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann. Der Einfallsreichtum des Autorenteams scheint endlos zu sein, und das ist gut so. Mit jeder weiteren Geschichte um die Warrior Cats beweisen die Autoren aufs Neue, dass sie sich darauf verstehen, einfühlsame, fesselnde und nicht selten sehr zu Herzen gehende Geschichten zu erzählen. So sind diese Bücher nicht nur mit vielen Ereignissen und Abenteuern, mit Mut, Hoffnung und Freundschaft gespickt, sondern auch mit viel Liebe für Katzen – und das spürt man in jedem einzelnen Band immer wieder.

In „Morgenröte“ zeigt das Autorenteam Erin Hunter wieder einmal, dass sie großartige Katzengeschichten zu schreiben vermögen. Mit vielen Ideen und einer Menge turbulenten  „zwischenkatzlichen“ Beziehungen lassen sie ihre Leser dieses Mal an einer gefahrvollen Reise teilhaben und versetzen uns damit wahrhaftig in die Welt der Clans. Man taucht völlig ein und fühlt sich rundum wohl zwischen den inzwischen liebgewonnenen vierbeinigen Gefährten. Am Ende wünschte ich mir – wieder einmal – dass dieses Abenteuer noch nicht zu Ende sein möge, denn ich wollte mich noch nicht von dieser Geschichte trennen. Die Warrior Cats versprechen wieder und wieder ein großes Lesevergnügen – ich jedenfalls war vollkommen gefangen!

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22 Sep
2011

Rezension: Jessica Shirvington – Erwacht

Nach Violet Edens siebzehnten Geburtstag verändert sich ihre Welt von Grund auf. Sie muss erkennen, dass ihr bester Freund Lincoln, in den sie schrecklich verliebt ist, nicht der ist, der er vorgab zu sein und dass sie selbst eine Grigori – eine Wächterin verbannter Engel – mit einer unglaublichen Macht ist. Doch dieses Erbe anzunehmen fällt Violet schwer. Ein Glück, dass im richtigen Moment Phoenix auftaucht. Obwohl er ein Verbannter ist, und somit eigentlich Violets Feind sein müsste, schafft er es, sie auf andere Gedanken zu bringen und sie aufzuheitern als sie Trost am dringendsten braucht. Während sich Violet von Lincoln betrogen glaubt, muss sie immer mehr feststellen, dass ihr Phoenix inzwischen nicht nur zu einem guten Freund geworden ist, sondern sie sich immer mehr zu ihm hingezogen fühlt. Doch als Lincoln lebensbedrohlich verletzt wird, gibt es nur eine Möglichkeit ihn zu retten: sie muss endgültig zu einer Grigori werden, denn nur sie kann ihn retten. Schon bald sieht sie sich nicht nur mit ihren hasserfüllten Gefühlen Lincoln gegenüber konfrontiert, sondern auch einem finsteren Bündnis der verbannten Engel, die nur ein Ziel haben: alle Grigori zu vernichten – und sie ist die Erste. Und welche Rolle spielt Phoenix bei all dem; ist er wirklich ein Freund?

Jessica Shirvington hat die ungewöhnliche Gabe die Gefühle ihrer Figuren so intensiv und authenthisch zu zeichnen, dass man diese beim Lesen geradezu selbst erfährt. Man spürt regelrecht den Hass, die Freundschaft, die Lust und das unzerreisbare Band der Liebe zwischen den Charakteren und muss versuchen irgendwie selbst damit klar zu kommen. Nebenbei erzählt sie temporeich von den Ereignissen, die beinah Schlag auf Schlag folgen und man kaum zu Atem kommt.

Ich habe schöne Stunden in dieser Geschichte verbracht und erlebte durch Violets Augen das Geschehen hautnah mit. Denn durch die Ich-Perspektive ist man Violet und ihren Gefühlen ganz nah und muss sich schon bald eingestehen, dass man Lincoln schon nach kurzem richtig gerne mag, während man mit Violet und ihren Gedanken voller Zorn hin und wieder hadert. Zum Glück knüpft die Autorin am Ende die vielen losen Fäden zu einem Ganzen zusammen, verwebt sie geschickt und lässt ihre Leser hungrig nach mehr zurück. Viele ihre Figuren wirken beinahe real, andere wenige hingegen scheinbar willentlich blass, so dass die Autorin den Leser an der Hand zu nehmen scheint um ihm die wichtigen Details zu zeigen, die ihre Geschichte ausmachen.

Fazit: Jessica Shirvington hat einer Teenie-Liebesgeschichte die richtige Mischung an Übersinnlichem beigefügt. Herausgekommen ist ein Roman prall gefüllt mit einem rasanten, phantastischen Geschehen, einem Hauch zarter („braver“) Erotik und einer unglaublichen Dosis Liebe -  wunderbar erzählt. Zum Glück lässt Band 2 „Verlockt“ (erscheint 02/2012) nicht mehr allzulang auf sich warten, denn ich bin schon sehr gespannt, ob die Autorin ihren überraschend intensiven Stil treu bleiben und auch in dem folgenden Buch wieder eine großartige Geschichte erzählen wird.

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Jessica Shirvington hat die ungewöhnliche Gabe die Gefühle ihrer Figuren so intensiv und authenthisch zu zeichnen, dass man diese beim Lesen geradezu selbst erfährt. Man spürt regelrecht den Hass, die Freundschaft, die Lust und das unzerreisbare Band der Liebe zwischen den Charakteren und muss versuchen irgendwie selbst damit klar zu kommen. Nebenbei erzählt sie temporeich von den Ereignissen, die beinah Schlag auf Schlag folgen und man kaum zu Atem kommt.

Ich habe schöne Stunden in dieser Geschichte verbracht und erlebte durch Violets Augen das Geschehen hautnah mit. Denn durch die Ich-Perspektive ist man Violet und ihren Gefühlen ganz nah und muss sich schon bald eingestehen, dass man Lincoln schon nach kurzem richtig gerne mag, während man mit Violet und ihren Gedanken voller Zorn hin und wieder hadert. Zum Glück knüpft die Autorin am Ende die vielen losen Fäden zu einem Ganzen zusammen, verwebt sie geschickt und lässt ihre Leser hungrig nach mehr zurück. Viele ihre Figuren wirken beinahe real, andere wenige hingegen scheinbar willentlich blass, so dass die Autorin den Leser an der Hand zu nehmen scheint um ihm die wichtigen Details zu zeigen, die ihre Geschichte ausmachen.

Fazit: Jessica Shirvington hat einer Teenie-Liebesgeschichte die richtige Mischung an Übersinnlichem beigefügt. Herausgekommen ist ein Roman prall gefüllt mit einem rasanten, phantastischen Geschehen, einem Hauch zarter („braver“) Erotik und einer unglaublichen Dosis Liebe – wunderbar erzählt. Zum Glück lässt Band 2 „Verlockt“ (erscheint 02/2012) nicht mehr allzulang auf sich warten, denn ich bin schon sehr gespannt, ob die Autorin ihren überraschend intensiven Stil treu bleiben und auch in dem folgenden Buch wieder eine großartige Geschichte erzählen wird.

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14 Aug
2011

Rezension: Julie Kagawa – Plötzlich Fee – Sommernacht

„Plötzlich Fee – Sommernacht“ ist ein wunderbar fesselndes Buch, dass einen von der ersten Seite an in einer andere Welt fortreist und richtig gefangen hält. Julia Kagawa beweist ein feines Gespür für mythologische und fantastische Elemente und weiß von diesen in einer kurzweiligen und mit feinen Details gespickten Geschichte zu erzählen.

Es ist nahezu unmöglich den Inhalt dieses Buches in aller Kürze zu beschreiben. Denn in dieser Geschichte besteht der Leser an der Seite Meghans so viele spannende Abenteuer, dass man sich bald fragt, wie die Autorin das nur gemacht hat. Julie Kagawa versteht es auf brilliante Weise ein Feenreich zu erschaffen, das mit so vielen mythischen Charakteren und so unglaublich atmosphärisch daherkommt, dass es einem richtig Spaß macht Meghan durch dieses Land zu folgen. In jedem Kapitel gibt es neues zu entdecken, dass es einem unmöglich macht, diesen Roman aus der Hand zu legen – und muss man dies dennoch tun, beschäftigt man sich im Geiste unbewusst weiter mit der Geschichte und ihrem möglichen Fortgang. Ich gebe es zu – ich wünschte mir an manches Stellen, ich könnte schneller lesen und habe die ein oder andere Seite vorgeblättert, nur um zu erfahren, wie es weitergeht.

Julie Kagawa beweist in diesem Roman, dass sie über ein nahezu unerschöpfliches Einfallsreichtum verfügt und es gekonnt versteht, ihre Ideen fesselnd und rasant in eine farbenfrohe und sehr detailreich gezeichnete Welt einzuflechten. Obendrein hat sie Figuren erschaffen, die richtig „echt“ daherkommen, und in die man sich augenblicklich verliebt. Für mich war Ash eine solche Figur. Man konnte sein Widerstreben richtig fühlen, wie er sich zwischen seinem dunklen Reich und Meghan hin- und hergerissen fühlte. Fast nebenbei zeigen sich die Charaktere auch mal witzig und sarkastisch – und man muss einfach schmunzeln. So musste ich des Katers Grimalkin und seiner frechen Kommentare wegen nicht selten herzhaft loslachen.

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11 Aug
2011

Rezension: Erin Hunter – Mondschein – Warrior Cats – Die neue Prophezeiung 2

Das Autorenteam Erin Hunter hat es geschafft, dass ich wie gebannt an ihren geschriebenen Zeilen hing und mir zwei Dinge sehnlichst wünschte: zum einen, dass ich schneller lesen könnte, zum anderen, dass das Buch mehr Seiten hätte und nicht so schnell zu Ende wäre. „Mondschein“ ist ein ausgesprochen fantastischer Roman! Man kann das sehnsüchtige Gefühl kaum beschreiben, dass einen überkommt, wenn man die letzte Zeile dieses Buches gelesen hat – denn leider „endet“ die Geschichte, wie schon in Band 1 „Mitternacht“, mitten im Geschehen – und man kann und will sich einfach noch nicht von den Katzen trennen. Denn immerhin sind sie dem Leser so sehr ans Herz gewachsen, dass man sich mittlerweile eine Welt ohne die Warrior-Cats-Geschichten kaum noch vorstellen könnte.

Hatte ich im ersten Band der Reihe zu Beginn noch so meine Schwierigkeiten mit der neuen Katzengeneration und dem Gedanken, nun nicht mehr so intensiv von Feuerstern und seinen Abenteuern zu lesen, war ich in diesem Band sofort von deren sechs Helden hingerissen. Denn „Mondschein“ beginnt da, wo „Mitternacht“ endete – also mitten im Geschehen. Und mittlerweile waren mir die sechs auserwählten Katzen regelrecht ans Herz gewachsen. Diese sechs Katzen aus verschiedenen Clans stammend, die auf ihrer entbehrungsreichen und gefährlichen Reise zu einem einzigen Clan zusammen gewachsen sind und sich gegenseitig respektieren und vertrauen gelernt haben.

Im Gegensatz zum Vorgängerbuch lesen wir in diesem Roman parallel von den Geschehnissen auf der Reise der sechs Katzen und daheim im Wald, wo sich die Ereignisse immer weiter zuspitzen. Die Perspektivwechsel machen dieses Buch unheimlich spannend. Längen sucht man in dieser Geschichte vergeblich, vielmehr fliegt man in rasantem Tempo über die Zeilen und wagt zwischendurch kaum zu atmen.

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10 Aug
2011

Rezension: Erin Hunter – Mitternacht – Warrior Cats – Die neue Prophezeiung 1

„Mitternacht“ ist der erste Band der neuen Staffel „Die neue Prophezeiung“ aus der „Warrior-Cats“-Reihe. Seit dem letzten Band sind einige Monde vergangen; die vier Clans lebten idyllisch im Wald  und neue Katzen wurden geboren. Und genau damit hatte ich zu Anfang leider so meine Schwierigkeiten. Obwohl das Autorenteam versucht die Herkunft der Nachkommen in die Geschichte einzuflechten, wollte es mir zuerst nicht so recht gelingen den Überblick über die ganzen Katzengesichter und -namen zu behalten. Doch die Verwirrung legte sich zum Glück bald und ich wurde auch mit den neuen Katzen recht schnell warm.

Mit dieser neuen Staffel darf die nächste Warrior-Cats-Generation die spannenden Abenteuer in den Büchern bestehen. So sind es nicht zuletzt Feuersterns, Graustreifs und Tigersterns Kinder, die die Hauptrolle in dieser neuen Geschichte übernehmen. Von den „alten“ Helden liest man wenig, sehr zu meinem Leidwesen. So war ich zu Beginn eher etwas enttäuscht, zum einen durch die vielen neuen Namen, zum anderen davon, dass den alten Bekannten so wenig Raum im Geschehen gegeben wurde.

Doch die Warrior-Cats – ob nun neue Generation oder nicht – haben nun mal diesen wunderbaren Suchtfaktor, und schon bald war ich so in der Geschichte vertieft, dass ich das Buch kaum noch beiseite legen konnte. Schließlich sind mir auch die neuen Katzenhelden schnell ans Herz gewachsen und ich verfolgte bang, welch schlimme Bedrohung auf die Clans zukommen würde.

Wenngleich das Abenteuer in „Mitternacht“ erst nach und nach so richtig in Schwung kommt, tut es doch so unendlich gut, wieder bei den Katzen der Clans zu sein. Schließlich sind sie alle irgendwie zu Freunden geworden und auch die nächste Generation weiß, wie man Leser wie mich wirklich fesseln kann. So dürfen wir miterleben wie zwischen sechs grundverschiedenen und eigenwilligen Katzen eine echte Freundschaft heranwächst und was sie auf ihrem beschwerlichen Weg zum Wassernest der Sonne alles erleben.

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21 Jul
2011

Rezension: Holly Black – Weißer Fluch

Wow! „Weißer Fluch“ packt einen von der ersten Seite an – und dann kann man das Buch einfach nicht mehr weglegen.

Dies war mein erster Roman von Holly Black, und ich muss zugeben, sie hat mich mit diesem Buch wirklich begeistern können. Im derzeitigen Hype um Vampire, Werwölfe und Co. tut es richtig gut zu erfahren, dass es Autoren gibt, die auch andere, fantastische Ideen haben und es verstehen diese wunderbar umzusetzen – Holly Black zählt definitiv zu ihnen!

Die Autorin erzählt einfallsreich von einer Welt voller Fluchwerker mit unterschiedlichen Fähigkeiten: da wären Glücks-, Gedächtnis-, Traum-, Todes- und Verwandlungswerker (und weitere) – Menschen mit besonderen magischen Fähigkeiten, die unsere Welt bevölkern. Doch die Fluchwerker müssen ihre Begabungen geheim halten, denn die übrigen Menschen fürchten und verachten sie. Mit Schutzamuletten und Handschuhen versucht man jegliche Art von Flüchen abzuwenden, denn schon eine Berührung allein reicht aus, um andere Menschen zu beeinflussen.

In dem rasant erzählten und überaus fesselnden Plot war mir die Hauptfigur Cassel Sharpe sofort sympathisch. Er und viele weitere Figuren, die detailreich mit Stärken und Schwächen gezeichnet sind, überzeugen und lassen nicht zuletzt diesen Roman zu einem besonderen Leseerlebnis werden. Zudem staunt man was Cassel über seine Familie, seine Vergangenheit und nicht zuletzt über sich selbst herausfindet.

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