Monatsarchiv für Juli 2011

30 Jul
2011

Zwischendrin: Mitternacht – Warrior Cats

Abgelegt unter Ich lese ...

mitternachtAch, es ist wirklich schön wieder bei den Warrior-Cats und ganz speziell beim Donner-Clan zu sein. Wirklich. Ich bin jetzt knapp bei der Hälfte und es ist toll  all die bekannten Katzengesichter “wiederzusehen”. Nur irgendwie ist es einfach nicht dasselbe. In dieser neuen Staffel “Die neue Prophezeiung” spielt Feuerherz (bisher) keine große Rolle. Vielmehr kristallisiert sich Brombeerkralle immer mehr als Held heraus. Klar ist es spannend, aber irgendwie hat man auch das Gefühl die “alten Freunde” im Stich zu lassen. Mhh …

» Hier gehts zu den Büchern der neuen Staffel

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30 Jul
2011

Bücher tauschen

Abgelegt unter Allgemein

Ihr habt das mit dem Büchertausch, genau wie ich, bestimmt schon auf einigen Blogs gesehen – und ehrlich gesagt, finde ich diese Idee ziemlich gut. Das heißt für mich, ich mache da auch mit ;-) .

Was zum Tausch steht und was gewünscht wird, könnt ihr hier oder über die Navileiste oben einsehen (bitte nicht über meine Wunschliste erschrecken, die ist historisch gewachsen :-) .

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29 Jul
2011

Rezension: Nicholas Sparks – Wie ein Licht in der Nacht

„Wie ein Licht in der Nacht“ ist mein bisher fünfter Roman aus der Feder von Nicholas Sparks und der bislang erste, der mit der ein oder andere Schwäche daherkommt.

Eigentlich beginnt dieser Roman so typisch für Nicholas Sparks: zwei Menschen treffen aufeinander und verlieben sich. In diesem Roman hat er seinen beiden Hauptfiguren Katie und Alex schwere Schicksale aufgebürdet. Während Katie vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflohen ist, trauert Alex nach wie vor um seine verstorbene Frau Carly. Soweit verspricht der Roman also eine zu Herzen gehende Geschichte. Und dieses Versprechen hält das Buch auch, denn Katie und Alex werden schon bald ein Paar. Und genau da habe ich mich gewundert, denn dies geschieht in recht kurzer Zeit von wenigen Monaten. Wenn man nun jedoch Katies brutale Vorgeschichte und ihr anfängliches Misstrauen anderen gegenüber bedenkt, ging mir das einfach zu schnell. Obgleich die beiden immer wieder mit Katies Dämonen zu kämpfen haben.

Nicholas Sparks hat es geschafft die Figur der Katie feinfühlig zu zeichen und ihre Vergangenheit glaubwürdig einzuflechten. Alex hingegen erschien mir oft zu „weichgespült“. Natürlich ist er der perfekte Mann, und genauso erscheint er auch im Buch, dennoch hätte ich mir einige Ecken und Kanten an ihm gewünscht. Außerordentlich gut hingegen ist dem Autor Kevin Tierney, Katies Ehemann, gelungen. Er wird richtig glaubhaft „krank“ dargestellt und man bekommt oftmals bei seinen Passagen eine Gänsehaut.

Trotz vorhersehbarem Geschehen muss man dem Roman eine gigantische Spannung zugestehen. Vorallem ab dem zweiten Drittel der Geschichte, gelang es mir kaum noch das Buch aus der Hand zu legen. Nicholas Sparks schafft es, dass man jede Zeile geradezu aufsaugt und sich wünscht, man könnte noch schneller lesen.

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28 Jul
2011

Neu im Regal 13 / 2011

Abgelegt unter Bücherregal

In den letzten beiden Wochen konnte ich wieder einige neue Bücher im Briefkasten vorfinden und ihnen ein schönes Plätzchen in meinen Regalen geben:

Helene Henke: Electrica – Lord des Lichts

„Der einzige Glaube, der zählt, ist der an den Fortschritt“ — Lord Cayden Maclean, Vampir.

Nach vielen Jahrhunderten kehrt Lord Cayden Maclean zurück auf die Isle of Mull, um sich auf Duart Castle, dem Sitz seiner Vorfahren, seinen Forschungen in der Entwicklung der Electrica zu widmen. Anders als das Gaslicht, soll diese neuartige Lichtquelle seine Nacht zum Tag erhellen. Als Sue Beaton im Schloss auftaucht, um ihn als ihren Lehnsherrn um Beistand zu bitten, ist er auf Anhieb fasziniert von ihrer Schönheit und ihrem Verstand. Sie erweckt lange unterdrückte Emotionen in ihm, die seinen Feind Luthias auf seine Fährte locken. Mithilfe fortschrittlicher Technologien setzt dieser alles daran, die alte Fehde wieder aufzunehmen. Caydens Liebe zu Sue könnte ihm zum Verhängnis werden …

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Tamar Verete-Zehavi: Aftershock: Die Geschichte von Jerus und Nadira

Jerus ist 17 und Israelin. Nadira ist 18 und Palästinenserin. Sie leben nicht weit voneinander entfernt, treffen sich aber nur einmal – in einem Supermarkt in Jerusalem, an dem Tag, als Nadira ihren Sprengstoffgürtel zündet. Auch die 15-jährige Ella ist dabei, als die Bombe hochgeht. Doch anders als ihre beste Freundin Jerus überlebt sie. In „Aftershock“ schildert Ella, wie das Attentat sie, das einst lebenslustige Mädchen, verändert. Sie erzählt von Schuldgefühlen gegenüber Jerus, von Angst und Hass – jenen Gefühlen, die verhindern, dass sie normal weiterleben kann. Erst als sie mit Hilfe eines arabischen Freundes Kontakt zu der Familie der Attentäterin aufnimmt, beginnt Ellas Heilung. Denn Trauer, Verzweiflung und Unverständnis finden sich auf beiden Seiten.

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Best of National Geographic – Die faszinierendsten Gesichter der Welt

Sie reisen in die entlegendsten Winkel der Erde, sie zeigen die Welt, wie sie noch keiner sah: die Fotografen von NATIONAL GEOGRAPHIC. In dem opulenten Bildband “Best of NATIONAL GEOGRAPHIC – Die faszinierendsten Gesichter der Welt” präsentieren sich die besten Porträts aus dem legendären NATIONAL GEOGRAPHIC-Archiv. Fotos, die berühren, schockieren oder verzaubern.Denn nichts zieht Betrachter wie Fotografen so sehr in den Bann, wie die Gesichter der Menschen, ihre Freude, Trauer und Hoffnung.

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Seanan McGuire: Nachtmahr – October Daye 3

Unter den Feen von San Francisco ist er ein vertrauter Schrecken: der Blinde Michael, der mit seiner Schar in Vollmondnächten über die Hügel von Berkley fegt und Kinder raubt. Bisher hatte sich October Daye keine Gedanken darum gemacht, hat sie doch ganz alltägliche Sorgen, die sie Tag für Tag beschäftigen – zum Beispiel, wie sie ihre Stromrechnung bezahlen soll. Aber als die Kinder ihrer Freundin Stacy plötzlich verschwinden, muss sich Toby mit diesem dunklen Nachtmahr von Faerie auseinandersetzen. Sie hat nur wenige Verbündete an ihrer Seite, darunter die Luideag, die von den meisten Feen genauso gefürchtet wird wie der Blinde Michael …

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Gesa Schwartz – Das Erbe des Lichts – Grim 2

Ein Jahr ist vergangen, seit der Gargoyle Grim und das Mädchen Mia den Magier Seraphin besiegten und die Welt vor der Vernichtung bewahrten. Da ereignen sich eine Reihe mysteriöser Morde in Paris, und alle Spuren deuten darauf hin, dass der Täter nicht aus der Oberwelt stammt. Mia wird von rätselhaften Schattenalben angegriffen und hat eine Vision von ihrem verstorbenen Bruder Jakob. Gemeinsam mit Grim will sie den Ereignissen auf den Grund gehen und gerät dabei schon bald in große Gefahr. Eine mächtige Fee hat es darauf abgesehen, in die Welt der Menschen einzudringen, und sie will sich dabei Mias Fähigkeiten zunutze machen.

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21 Jul
2011

Rezension: Holly Black – Weißer Fluch

Wow! „Weißer Fluch“ packt einen von der ersten Seite an – und dann kann man das Buch einfach nicht mehr weglegen.

Dies war mein erster Roman von Holly Black, und ich muss zugeben, sie hat mich mit diesem Buch wirklich begeistern können. Im derzeitigen Hype um Vampire, Werwölfe und Co. tut es richtig gut zu erfahren, dass es Autoren gibt, die auch andere, fantastische Ideen haben und es verstehen diese wunderbar umzusetzen – Holly Black zählt definitiv zu ihnen!

Die Autorin erzählt einfallsreich von einer Welt voller Fluchwerker mit unterschiedlichen Fähigkeiten: da wären Glücks-, Gedächtnis-, Traum-, Todes- und Verwandlungswerker (und weitere) – Menschen mit besonderen magischen Fähigkeiten, die unsere Welt bevölkern. Doch die Fluchwerker müssen ihre Begabungen geheim halten, denn die übrigen Menschen fürchten und verachten sie. Mit Schutzamuletten und Handschuhen versucht man jegliche Art von Flüchen abzuwenden, denn schon eine Berührung allein reicht aus, um andere Menschen zu beeinflussen.

In dem rasant erzählten und überaus fesselnden Plot war mir die Hauptfigur Cassel Sharpe sofort sympathisch. Er und viele weitere Figuren, die detailreich mit Stärken und Schwächen gezeichnet sind, überzeugen und lassen nicht zuletzt diesen Roman zu einem besonderen Leseerlebnis werden. Zudem staunt man was Cassel über seine Familie, seine Vergangenheit und nicht zuletzt über sich selbst herausfindet.

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19 Jul
2011

Rezension: Gesa Schwartz – Grim – Das Siegel des Feuers

Abgelegt unter Buchbesprechungen, Fantasy

In ihrem Debütroman “Grim – Das Siegel des Feuers” ist es Gesa Schwartz auf besondere Weise gelungen das Volk der Gargoyles zum Leben zu erwecken. Sie entführt uns in eine legendenreiche, magische Welt voller spannender Abenteuer und einzigarter Figuren. Die Autorin schafft es dabei auf fast 700 Seiten ihre Leser kurzweilig und abwechslungsreich zu unterhalten. Doch schon bald wird klar, dass sie ein eher dunkles Bild ihrer Anderwelt zeichnet. Ghrogonia, die Hauptstadt unter Paris wird von den Gargoyles – einer selbstherrlichen fast arroganten Spezies – verwaltet, die andere Wesen mehr oder weniger duldet. Grim, der sich von der Hauptstadt lieber fern hält und eher auf den dunklen Türmen von Paris zu finden ist, bildet neben einer kleinen weiteren Schar steinerner Freunde eher eine Ausnahme. Denn im Gegensatz zu den anderen hört er auf seine Sehnsucht; und die führt ihn unweigerlich immer wieder zu den Menschen.

Gesa Schwartz erzählt ideenreich und mit besonderer Leichtigkeit von Krieg und Furcht, von Freundschaft und Liebe und von Magie und Abenteuern. Fast poetisch empfand ich die unzähligen Vergleiche, mit der die Autorin ihre Worte bildhaft untermalt und die dem Buch etwas ganz Besonderes verleihen.

Die Figuren in diesem Buch haben einen ganz eigentümlichen Charme und nehmen den Leser sogleich mit auf ein aufregendes Abenteuer. Und dieses erzählt die Autorin gekonnt und mit vielen spannenden Ideen angereichert, so dass dieser Roman zu einem echten Pageturner wird und man ihn kaum beiseite legen kann. Während des Lesens wachsen einem die Figuren richtig ans Herz und man möchte gerne wissen, welche Abenteuer sie noch zu bestehen haben.

Zudem hat der Verlag das Äußere und Innere des Buches fantastisch gestaltet. Cover und Buchillustration spiegeln bis ins letzte Detail nicht nur den Inhalt dieses Buches, sondern auch die düstere und magische Stimmung wieder.

Fazit: „Grim – Das Siegel des Feuers“ überzeugt auf ganzer Linie. Es macht richtig Spaß in diese Geschichte einzutauchen, die die Autorin mit viel Liebe für Details gestaltet hat. Gesa Schwartz unterhält ihre Leser mit einem wunderbar leichten, poetischen Erzählstil, durch den man nicht nur einen besonderen Zugang zur Geschichte erhält, sondern dem man richtig anmerkt, dass die Autorin viel Freude am Schreiben hatte.

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19 Jul
2011

Neu im Regal 12 / 2011

Abgelegt unter Bücherregal

So, es ist mal wieder Zeit, euch meine neu eingezogenen Bücher zu zeigen:

Sam McBratney: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? (Kuschelbuch)

Der kleine und der große Hase sind längst zu zwei der liebsten Bilderbuchfiguren geworden. Bis zum Mond und wieder zurück haben sie die Herzen zahlreicher Menschen erobert. Jetzt gibt es auch für die Allerkleinsten einen weichen und schnuffeligen Begleiter – zum Einschlafen, Trösten, Kuscheln und Liebhaben.

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Erin Hunter: Warrior Cats – Mitternacht – Die neue Prophezeiung 1

“In Tagen, die kommen, braucht einer den anderen. Eure Reise endet nicht hier, kleiner Krieger, sie fängt gerade an.”
Brombeerkralle, Federschweif, Bernsteinpelz und Krähenpfote, vier junge Katzen aus den vier Clans des Waldes empfangen mysteriöse Träume vom SternenClan: Sie sind auserwählt, ihre Clans vor einem großen Unheil zu bewahren. Doch worin besteht dieses Unheil? Und wie können ausgerechnet sie es verhindern? Die Lösung des Rätsels erwartet sie fern des Waldes, beim Wassernest der Sonne.

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Erin Hunter: Warrior Cats – Mondschein – Die neue Prophezeiung 2

“Der Stamm der ewigen Jagd hat versprochen, dass eine Katze kommen wird. Eine silberne Katze aus einem fernen Stamm, die uns von Scharfzahn befreien wird.”
Die auserwählten Katzen haben erfahren, welches Unheil den WaldClans bevorsteht. Jetzt wollen sie auf schnellstem Weg nach Hause. Doch im Gebirge hält sie ein unheimlicher Katzen-Stamm auf und bringt sie in große Bedrängnis. Währenddessen spitzt sich die Lage in der Heimat dramatisch zu: Die Zweibeiner dringen immer tiefer in den Wald ein und verjagen alle Beute. Ein Krieg zwischen den Clans scheint unausweichlich.

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Nina Behrmann: Triskelion – Grenzgänger

“Die spannendste Urban-Fantasy-Welt, seit es Alternativuniversen gibt.”
Ihr neuer Job bei der Agentur Triskelion bringt Feline an den Rand des Wahnsinns. Mit der Wahrheit über ihre eigene Welt konfrontiert, muss sie sich damit anfreunden, dass ihre Mutter eine Hexe, ihr Boss ein Drache und ihr Ficus ein Hausgeist ist. Als wäre das nicht schon Grund genug, ein Mythologielexikon zu Rate zu ziehen, muss Feline für den Frieden zwischen Feen, Grenzgängern und anderen übersinnlichen Wesen sorgen. Doch wie, wenn ein sinnlicher Engel sie als seine Privaterlösung betrachtet, Dämonen hinter ihr her sind und ihr wieder einmal niemand die Spielregeln erklärt hat?

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12 Jul
2011

Rezension: John Connolly – Das Portal der Dämonen

Wer „Das Portal der Dämonen“ in Händen hält und sich den Klapptext genauer durchliest, könnte meinen, dass dies wieder einmal ein Buch ist, in dem ein Kind das Böse besiegt – ein Inhalt also, wie man ihn vielleicht schon dutzendfach gelesen hat. Doch wer so denkt, der irrt. Denn dieser Roman ist soviel mehr, dass derjenige, der dieses Buch nun wieder weglegt, wirklich etwas verpassen würde!

John Connolly übernimmt in seinem Roman „Das Portal der Dämonen“ die Rolle des Erzählers – und das kann er richtig gut. Voller Witz und Ironie erzählt er fesselnd und mit vielen Infos bestückt eine spannende Geschichte. Helden in diesem Buch gibt es viele: In der Welt der Menschen wären da natürlich Samuel und sein mutiger kleiner Dackel Boswell, die man augenblicklich ins Herz schließt, Samuels Freunde Tom und Maria und die beiden Kirchenherren Pfarrer Ussher und sein Messdiener Mr Berkeley, die es in diesem Buch mit fiesen Untoten zu tun bekommen. Nurd, die Geißel der fünf Gottheiten, entpuppt sich als netter Dämon und Held der finsteren Seite, denn er wollte zwar auch gern die Welt beherrschen, aber lange nicht so grausam wie der große Verderber versteht sich. Und dann ist da noch ein kleiner Dämon, der versucht die Ängste der Menschen zu verkörpern und dabei schonmal meilenweit daneben liegt.

Dieser Roman strotzt geradezu von Figuren, die man einfach nur mögen kann und denen man im Kampf gegen das Böse gern zur Seite steht. Außerdem schaffen sie es, einen immer wieder zum Lachen zu bringen und lassen dieses Buch zu einem echten Pageturner werden. Der Autor hat dabei auch auf der dunklen Seite Charaktere („nette“ Dämonen also) geschaffen, die einem sofort sympathisch sind und diese Geschichte um ein vielfaches interessanter machen. Diesen Roman  wegzulegen scheint undenkbar.

Dieses Buch ist ein besonderes Buch! Dank dem witzigen „Erzähler“ – der, nebenbei bemerkt, in dutzenden Fußnoten gern immer wieder abschweift und von dem man noch das ein oder andere lernen kann – tut sich dem Leser ein spannendes Abenteuer auf mit vielen Helden, die diese Geschichte zu einem fesselnden Lesespaß machen; und man am liebsten gleich nochmal von vorn beginnen würde.

Fazit: „Das Portal der Dämonen“ ist witzig, skurril, rasant und unglaublich spannend – ein Buch also, das seine Leser nicht nur in Atem hält, man hat auch richtig Spaß dabei. Das erste Kinderbuch aus John Connollys Feder – und man kann nur hoffen, dass diesem viele, viele weitere folgen werden. Lesen!

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08 Jul
2011

Rezension: S. Blakley-Cartwright / D. L. Johnson – Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond

Ich war sehr gespannt auf das Buch: eine  Neuverfassung von „Rotkäppchen“, jedoch im aktuellen Mainstream um Werwölfe & Co. angesiedelt.

Zunächst gelingt es der Autorin überraschend gut ihre Leser in die Welt der kleinen Valerie zu entführen, einem Mädchen, dass lieber auf Bäume klettert, die Einsamkeit sucht und sich anders fühlt als die übrigen Bewohner von Daggorhorn. Sarah Blakley-Cartwright schafft es hier mit einer eindringlichen Schreibweise dem Leser Valerie ganz nahe zu bringen und schon bald hat man das kleine Mädchen gern.

Doch was so vielversprechend begann, geht leider schon sehr bald in eine eher einfache „Berichterstattung“ über. Dann legt die Autorin den Schwerpunkt ihrer Erzählung auf das bloße Schildern der Ereignisse. Die Gefühle ihrer Figuren werden kaum greifbar. Der Tod von Valeries Schwester zum Beispiel, die Trauer, die die Familie eigentlich heimsuchen sollte, wird oberflächlich erzählt und schon auf der Totenfeier der Schwester machen sich Valerie und ihre Mutter Gedanken um die bevorstehende Verlobung mit Henry Lazar. Auch die „Liebe“ zu Peter wird nahezu absurd erzählt. Die beiden sahen sich zuletzt vor zehn Jahren, und schon nach nur einem einzigen Tag, an dem sie kaum ein Wort miteinander wechseln konnten, schworen sie sich Liebe.

Während die Geschichte im Weiteren oberflächlich bleibt, muss man der Autorin jedoch zugute halten, dass sie es wirklich geschafft hat, eine enorme Spannung aufzubauen – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Obwohl Sarah Blakley-Cartwright mehr die Ereignisse schildert als wirklich eine eindringliche Geschichte zu erzählen und viele, viele Figuren dem Leser fremd bleiben, war ich doch gebannt, wer denn nun der Werwolf sein würde. Doch auch hier wurde ich enttäuscht: die Autorin macht viele vage Andeutungen, sogar Valerie selbst gerät in Verdacht. Leider bringt das Ende hier keine wirkliche Auflösung. Vielmehr blieb der Ausgang der Geschichte ebenso vage, wie die ganze Geschichte und ließ mich frustriert zurück.

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07 Jul
2011

Rezension: Andreas Saumweber – Schattenkrieg – Druidenchronik 1

Abgelegt unter Buchbesprechungen, Fantasy

Ich war überrascht als ich die ersten Seiten dieses Buches las. Ein Fantasyroman, dessen erstes Kapitel in den 90er Jahren unserer realen Welt spielt? Ich war skeptisch. Doch schon bald fand ich heraus, dass der Autor beide Welten geschickt miteinander verwoben hat und ihm so eine Geschichte gelungen ist, die durchaus mal etwas anderes, neues – und vorallem wirklich lesenswert – ist.

Saumwebers Charaktere können durchweg überzeugen. Sie reagieren oft unvorhergesehen, sind alles andere als platt gezeichnet, sondern erscheinen zeitweilen regelrecht „echt“ und lassen durch die verschiedenen Perspektivwechsel eine große Nähe zu den Personen aber auch zur Geschichte selbst zu. Da geschieht es schon einmal, dass der Autor ein Ereignis aus der Perspektive zweier Protagonisten erzählt – und das ist erfreulich erfrischend zu lesen. Darüberhinaus haben die Charaktere allerhand menschliche Schwächen, doch gerade dies lässt sie richtig symphatisch erscheinen.

Neben den gelungenen Protagonisten erzählt der Autor von einem meist spannenden Geschehen in einer mittelalterlichen (Fantasy-)Welt. Hier gibt es Druiden, die verschiedene magische Fähigkeiten besitzen und oftmals aus politischen Gründen aber auch zu Reisezwecken zwischen der Innen- und Außenwelt pendeln. Ab und an können sie einen Menschen in der Außenwelt auftun, der magische Fähigkeiten entwickelt hat und fortan in der Innenwelt als Druide ausgebildet wird. Doch schnell müssen sie dabei sein, denn auch die „Schatten“ machen Jagd auf diese Magiebegabten.

Nach Jahrzehnten der Ruhe in der Innenwelt, drohen die „Schatten“ – magische, dunkle, tyrannische Wesen -  mit ihren Formorern erneut die Innenwelt und ihre Menschen zu vernichten. Während die Schatten reichlich Armeen zusammenstellen konnten – denn Formorer sind nichts anderes als aus der Außenwelt verschleppte, bemitleidenswerte Männer, Frauen, Kinder und Alte aus unserer Welt, zu Untertanen versklavt – werden die Bewohner der Innenwelt, bereits durch zahlreiche vorangegangene Kriege gegen die Schatten, immer weniger.

Aus diesem Plot schließt sich, dass es in „Schattenkrieg“ vorallem um Politik, Kriegsführung und die Menschen hinter der Kriegerfassade geht. Doch dies gelingt dem Autor in einer lockeren und kurzweiligen Sprache zu erzählen, dass man Seite um Seite einfach so wegliest. Und schließlich sind es nicht zuletzt die Figuren in dieser Geschichte, die den Leser an den Roman fesseln und man mit ihnen regelrecht mitfiebert. Gerade die Perspektivwechsel zwischen den Figuren fand ich fantastisch. So erlebt man die Ereignisse mit verschiedenen Figuren mit, was abermals für Spannung sorgt. Und nach knapp 800 Seiten sind einem viele Charaktere ans Herz gewachsen, auch wenn man sich am Ende von dem ein oder anderen verabschieden muss.

Einziges Manko dieses Buches mögen die hin und wieder auftretenden Längen sein. Wenngleich diese eher spärlich vertreten sind, lassen sie das Geschehen immermal ins Stocken geraten.

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